Happy Leaders | Kontinuierliches Training der emotionalen Intelligenz

(Übung aus dem Buch „Happy Leaders – Happy People – Great Results“)

Um bewusster im Umgang mit sich selbst zu werden, um die emotionale Intelligenz zu schulen und später in der Lage zu sein, Ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und sich in Gefühlslagen anderer Menschen hineinfühlen zu können, empfehle ich Ihnen, mehrmals am Tag inne zu halten, Ihre Aufmerksamkeit nach innen zu richten und sich zu fragen „Wie fühle ich mich in diesem Moment“.

Seien Sie dabei präzise. Ein einfaches „Gut“ oder „Schlecht“ reicht nicht aus. Sind Sie erfreut oder begeistert, entzückt oder berührt, gelangweilt oder irritiert? Das sind ganz unterschiedliche ‚gute’ oder ‚schlechte’ Gefühle, die unterschiedliche Ursachen haben können. Nehmen Sie sich dazu diese ‚Gefühlslisten’ zu Hilfe:

Gefühlslisten:

 

So fühlen wir uns, wenn sich unsere Bedürfnisse erfüllen*

angeregt

aufgerichtet

angenehm

ausgeglichen

befreit

begeistert

behaglich

belebt

berauscht

berührt

beruhigt

beschwingt

bewegt

eifrig

ekstatisch

energiegeladen

energetisch

engagiert

enthusiastisch

entlastet

entschlossen

entspannt

entzückt

erfreut

erfrischt

erfüllt

ergriffen

erleichtert

erstaunt

fasziniert

freundlich

friedlich

fröhlich

froh

gebannt

gefasst

gefesselt

gelassen

gespannt

gerührt

gesammelt

geschützt

glücklich

gut gelaunt

heiter

hellwach

hocherfreut

hoffnungsvoll

inspiriert

jubelnd

kraftvoll

klar

lebendig

leicht

liebevoll

locker

lustig

mit Liebe erfüllt

 

motiviert

munter

mutig

neugierig

optimistisch

ruhig

sag

schwungvoll

selbstsicher

selbst zufrieden

selig

sicher

sich freuen

spritzig

Still

strahlend

überglücklich

überrascht

überschwänglich

überwältigt

unbekümmert

unbeschwert

vergnügt

verliebt

wach

weit

wissbegierig

zärtlich

zufrieden

zuversichtlich

 

So fühlen wir uns, wenn sich unsere Bedürfnisse nicht erfüllen*

ängstlich

ärgerlich

alarmiert

angeekelt

angespannt

voller Angst

ärgerlich

apathisch

aufgeregt

ausgelaugt

bedrückt

beklommen

besorgt

bestürzt

betroffen

bitter

deprimiert

dumpf

durcheinander

einsam

elend

empört

enttäuscht

entrüstet

ermüdet

ernüchtert

erschlagen

erschöpft

erschreckt

erschrocken

erschüttert

erstarrt

frustriert

furchtsam

gehemmt

geladen

gelähmt

gelangweilt

genervt

hasserfüllt

hilflos

in Panik

irritiert

kalt

kribbelig

lasch

leblos

lethargisch

lustlos

miserabel

müde

mutlos

nervös

niedergeschlagen

perplex

ruhelos

traurig

sauer

scheu

schlapp

 

schüchtern

schockiert

schwer

sorgenvoll

streitlustig

teilnahmslos

todtraurig

tot

überwältigt

voller Sorgen

unglücklich

unter Druck

unbehaglich

ungeduldig

unruhig

unwohl

unzufrieden

verärgert

verbittert

verletzt

verspannt

verstört

verzweifelt

verwirrt

widerwillig

wütend

zappelig

zitternd

zögerlich

zornig

 

* (aus: Trainingsbuch Gewaltfreie Kommunikation von Ingrid Holler)

Spüren Sie genau hin und erforschen Sie Ihre emotionale Vielfalt.

Dazu brauchen wir diese Gefühlslisten, diese Vokabel-Listen, denn erst durch die sichere Zuordnung unserer Gefühle zu ihren Bezeichnungen lernen wir, sie zu unterscheiden und ihre Bedeutung für uns zu verstehen. Dadurch, dass Gefühle so lange „out“ waren, haben wir die Fähigkeit verlernt, diese zu erkennen, zu benennen und sie intelligent zu nutzen. Diese wichtige Fähigkeit im Umgang mit uns selbst ist die Voraussetzung dafür, dass wir für uns sorgen und mit anderen Menschen einfühlsam umgehen können. Gefühle und Emotionen sind die Sprache unserer Empathie und unserer Intuition. Mit dieser Übung erlernen Sie die Sprache ihrer emotionalen Intelligenz.

Wenn Sie also herausgefunden haben, welches Gefühl es genau ist, das Sie in diesem Moment empfinden, finden Sie seine Ursache heraus. Sind Sie erfreut, weil Ihre Mitarbeiterin einen guten Job gemacht hat oder sind Sie berührt, weil sie Ihnen erzählt hat, dass sie sich selbst über das gute Ergebnis gefreut hat? Freut es Sie, dass sie sich für ihre Arbeit so eingesetzt hat oder erwärmt es Ihr Herz zu hören, dass sie so engagiert ist und Sie sie offenbar in der richtigen Position eingesetzt haben, wo sie selbst Freude an ihrer Arbeit hat? Oder beides? Und wenn Sie feststellen, dass es Sie berührt, dass Sie dazu beigetragen haben, sie glücklich zu machen, könnte Sie das anspornen, auch bei allen anderen Mitarbeitern verstärkt darauf zu achten, sie in eine Position zu bringen, in der sie ihr Bestes geben und sich daran erfreuen können.

Wenn Sie diese Übung kontinuierlich machen, werden Sie überrascht sein, was Ihnen Ihre Gefühle alles über Sie verraten.